Neurozeptionstraining
Wie du lernst, dich auch im Chaos zu orientieren –
mit deinem sensorischen Kompass als Wegweiser zur inneren Sicherheit.
Start der Onlinemodule: 07. Oktober 2026 18:00 - 19:30 Uhr
Präsenz: 03. - 07. März 2027 in Berlin
Vielleicht ist dein Nervensystem nicht gestresst – sondern orientierungslos?
Viele Ansätze zur Nervensystemregulation konzentrieren sich darauf, Stress zu reduzieren, Anspannung zu lösen oder den Vagusnerv zu aktivieren. Das kann hilfreich sein. Doch was, wenn dein Nervensystem gar nicht deshalb Alarm schlägt, weil ihm Entspannung, fehlt – sondern Orientierung?
Unser Nervensystem bewertet jede Sekunde, ob wir sicher sind oder ob Vorsicht geboten ist. Dafür nutzt es Informationen aus dem gesamten Körper: aus dem Gleichgewichtssystem, den Augen, den Muskeln, den Faszien, Gelenken, Organen und der Umgebung.
Erst wenn diese Informationen zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenfinden, kann Sicherheit entstehen. Denn Sicherheit beginnt nicht mit Entspannung-
Sicherheit beginnt mit Orientierung.
Hier setzt das Neurozeptionstraining an.
Anstatt Symptome einfach wegregulieren zu wollen, trainieren wir die Fähigkeiten, die deinem Nervensystem helfen, sich selbst und die Welt klarer wahrzunehmen. So entsteht Schritt für Schritt eine tragfähige innere Ressilienz, welche dir hilft in chaotischen Zeiten in deiner inneren Mitte und handlungsfähig zu bleiben.
- Du wirst zwar noch Stress empfinden, aber er wird dich nicht mehr belasten.
- Traumatische oder belastende Erinnerungen verlieren zunehmend ihre emotionale Wucht.
- Statt weiterhin angstvoll in die Vergangenheit zu blicken, kannst du positive Zukunftsvisionen entwerfen.
- Du verfügst über eine natürliche Impulskontrolle, die dir Zeit verschafft kurz nachzudenken bevor du handelst.
Inhalt des Kurses
Der neurozeptive Kompass
Das Neurozeptionstraining kalibriert das innere Überwachungsprogramm des Nervensystems um Signale der Sicherheit präziser zu erkennen – statt im Autopiloten ständig Gefahren zu scannen. Es schult deine Wahrnehmung auf drei Ebenen: Innen (Interozeption), Beziehung (Co-Regulation) und Umwelt (Kontext-Signale).
Nach dem Training hast du einen inneren Kompass entwickelt, der dir hilft, auch in herausfordernden Situationen Orientierung zu finden. Du erkennst die Signale deines Nervensystems früher und verfügst über praktische körperorientierte Übungen, mit denen du Sicherheit, Stabilität und Verbindung aktiv fördern kannst. Du lernst nicht nur, dein eigenes Nervensystem besser zu regulieren, sondern auch, Schutz- und Sicherheitsreaktionen bei deinen Klient:innen differenzierter wahrzunehmen und körperorientierte Interventionen gezielt einzusetzen.
Die Module im Überlick
Modul 1
Der innere Bodyguard - Dein Copilot in Sachen Sicherheit
In diesem Modul lernst du deinen inneren Bodyguard genauer kennen. Du erfährst, wie dein Nervensystem Sinnesinformationen verarbeitet, warum es unter Dauerstress häufiger Alarm schlägt und welche Rolle die Insula als wichtiges Integrationszentrum dabei spielt.
Das lernst du in Modul 1
- Die drei Schaltkreise des Überlebens
- Sensory Mismatch: Wenn dein inneres GPS verwirrt ist
- Chronisch variabler Stress: Der Bodyguard im Daueralarm
- Die unsichtbaren Gefahren für das Nervensystem
- Welche Rolle die Insula bei Körperwahrnehmung, Sinnesintegration und Regulation spielt
Justiere den sensorischen Kompass
- Das Zusammenspiel von Bewegung und Nervensystem
- Bereite deinen Körper auf das Neurozeptionstrainig vor: Unterschied zwischen Stress- und Regulationszeichen.
- Stresstest: Wie sicher fühlst du dich gerade?
- Regulationstools: Containen, Dippe, Pendeln Titration
Nach dem Modul kannst du:
- du verstehst, warum dein Körper manchmal reagiert, obwohl objektiv keine Gefahr besteht
- du kannst körperliche Stressmarker von Regulationszeichen unterscheiden
- du erkennst mögliche sensorische Unstimmigkeiten und kannst sie gezielter überprüfen
- Du kannst mit einfachen Tests herausfinden, wie gestresst du gerade bist.
Die Module im Überlick
Modul 2(Online):
Propriozeption, Faszien und innere Stabilität
In diesem Modul erfährst du, wie dein Körper über Gelenke, Haltung, Faszien und Berührung Sicherheit organisiert. Du lernst, warum echte Stabilität nicht durch Anspannung oder Kraft entsteht, sondern durch ein verlässliches Gefühl in deinen Gelenken und Faszien.
Du lernst:
- warum Stabilität häufig durch Entspannung und gute Körperorganisation entsteht und nicht durch mehr Kraft
- was deine Körperhaltung über deinen autonomen Zustand verraten kann
- wie Hüfte, Knie und Fußgelenke zu einem sicheren Körpergefühl beitragen
- wie Propriozeption, Faszien und autonomes Nervensystem miteinander verbunden sind
- welchen Einfluss Bauchspannung, Beckenboden und Zwerchfell auf Stress, Angst und innere Stabilität haben können
- wie du propriozeptive Ressourcen nutzen kannst, um stressbedingte Reaktionen auf belastende Erinnerungen zu verändern
Das kannst du nach
Modul 2:
- du erkennst, welche körperlichen Strukturen dir Halt und Orientierung geben
- du kannst stabile Gelenke gezielt als Ressource für dein Nervensystem einsetzen
- du nutzt einfache Bewegungs- und Faszienübungen zur Selbstregulation
- du erfährst ein verkörpertes Gefühl von Halt und Getragensein
Die Module im Überlick
Modul 3 (Online):
Das visuelle System – Schlüssel für mentale Klarheit und soziale Sicherheit
In diesem Modul erfährst du, wie eng Sehen, Aufmerksamkeit, Bewegung und Nervensystem miteinander verbunden sind.
Du lernst:
- die wichtigsten neuroanatomischen Grundlagen des visuellen Systems
- warum ein klarer und stabiler Blick eine wichtige Grundlage für Konzentration, Orientierung und mentale Stärke ist
- wie Stress und emotionale Zustände dein Sehen und deine visuelle Wahrnehmung beeinflussen
- wie dein Blickverhalten mit Übererregung, Untererregung und sozialer Sicherheit zusammenhängt
- wie du fünf zentrale Sehfähigkeiten gezielt trainierst.
- Aufarbeiten von Schutz- und Schreckreflexen im visuellen System
- wie du visuelle Übungen als Ressource für dein Nervensystem einsetzen kannst
Das kannst du nach
Modul 3:
- du kannst deine periphere Wahrnehmung gezielt erweitern
- du kannst leichter zwischen Nähe und Ferne wechseln
- du kannst deinen Blick fließender und entspannter durch den Raum bewegen
- du nutzt visuelle Techniken, um dich schneller zu orientieren und mental klarer zu werden
- du kannst deine Blickführung gezielt einsetzen, um dich in sozialen Situationen sicherer zu fühlen
- du kannst visuelle Ressourcen nutzen, um Übererregung oder Untererregung zu regulieren
- du erlebst, wie ein gut organisiertes visuelles System dein Gehen rhythmischer und weniger anstrengend machen kann
Die Module im Überlick
Modul 4 (Online):
Das Vestibularsystem – Hebel für Emotionsregulation und Orientierung
In diesem Modul erfährst du, wie eng Gleichgewicht, räumliche Orientierung, Blickstabilität und emotionale Regulation miteinander verbunden sind.
Du lernst:
- die wichtigsten neuroanatomischen Grundlagen des Vestibularsystems
- wie dein Gleichgewichtsorgan Orientierung, Bewegung und emotionale Zustände beeinflusst
- was chronisch-variabler Stress mit der Verarbeitung von Gleichgewichtsreizen zu tun hat
- Übungen zur Verbesserung deiner räumlichen Orientierung und Gleichgewichtsfähigkeit
- einfache Tests, mit denen du das Zusammenspiel von Augen, Gleichgewicht und Bewegung beobachten kannst
- wie du Gleichgewicht als Ressource nutzen kannst, um emotionale Überforderung und Stressreaktionen zu beeinflussen
- Aufspüren und Regulation von Schutz- und Schreckreflexen im Vestibulären System
- Wie man negative Emotionen und das Gefühl der Überwältigung über eine Gleichgewichtsressource regulieren kann.
Das kannst du nach Modul 4:
- Du wirst eine freiere Halswirbelsäule und Brustwirbelsäule bekommen.
- Du verbesserst deine Orientierung im Raum und findest dich an fremden Orten leichter zurecht.
- Traumasymptome können spielerisch gelöst werden, ohne in das Ereignis zu müssen.
- Du wirst durch diese Übungen Stress resilenter und traust, dich eher mal ein Risiko einzugehen.
Level 2 (Präsenz):
Neurozeptive Integration in der Praxis
- Modul 1: Aktivierung des Sozial-Engagement Systems
- Modul 2: Sicherheit in Beziehungen – Co-Regulation, Permission Space,
- Modul 4: Emotionsarbeit - der Körper als Bühne der Gefühle
- Modul 5: Diagnostik im Alltag, Interventionen, Fallarbeit, Begleitung, Grenzen der Methode
Das kannst du nach Level 2:
- Du arbeitest prozessorientiert mit dem 6 Phasen Modell
- Du nutzt den sensorischen Kompass für unterschiedliche Arousal-Level
- Kannst Emotionen über den Körper lösen
- Kannst du den Permission Space für dich und deine Klienten nutzen
Neurozeptionstraining im Überblick
Level 1: Polyvagal Embodiment Training ( Online)
START: 07. Oktober 2026 18:00 - 19:30 Uhr
🎶Memberspot Zugang
🎤 7 x Live-Konsultationen (7. 10., 21.10., 04.11.,18.11.,02.12.,16.12.,13.01.27)
👨👩👧👦 Mitgliedschaft in der Polyvagalen Leadership Community
Level 2: Neurozeptive Integration in der Praxis (online + Präsenz Kurs)
START: 03. - 07. März 2027 in Berlin
✔️3 x Praxis-Supervision (Termine werden in der Gruppe bestimmt)
👨👩👧👦 WhatsApp Community-Chat
Kosten: 2.500.- Euro
Anmeldeschluss: 01. Oktober 2026
Teilnehmerzahl begrenzt: max. 20 Teilnehmer
Abschluss: Der Kurs endet mit einem offiziellen Teilnahmezertifikat
Leitung: Larissa & Herbert Grassmann
FAQs zum Neurozeptionstraining
Wann beginnt das Training?
A: Das Training beginnt am 07. Oktober 2026. Du bekommst an diesem Tag den Onlinezugang für deinen Kursbereich - mit allen Inhalten und Übungen.
Brauche ich Vorerfahrung oder therapeutisches Vorwissen?
A: Nein. Du kannst unabhängig von deinem persönlichen oder fachlichen Hintergrund teilnehmen — ausgenommen bei akuten oder schweren Erkrankungen oder starker Schmerzzustände. Die Inhalte sind so aufgebaut, dass du über dein eigenes Erleben, klare Theorie und verständliche Einordnung gut Zugang findest. Wenn du mit Menschen arbeitest, kannst du vieles daraus in deine Begleitung mitnehmen. Im Mittelpunkt steht jedoch zuerst deine eigene Erfahrung.
Ist das mehr Selbsterfahrung oder mehr Theorie?
A: Beides ist enthalten – mit einem klaren Schwerpunkt auf Selbsterkennung und Selbsterfahrung. Die Online-Module sind so gestaltet, dass du dich dir selbst in deinem eigenen Tempo nähern kannst. Ergänzend gibt es fachliche Impulse, die das Erlebte einordnen und verstehbar machen. Im Präsenztraining geht es dann um die Integration in der Praxis.
Wieviel Live-Calls gibt es?
A: Zweimal im Monat treffen wir uns live per Zoom in der Gruppe. Hier kannst du Fragen stellen, Erfahrungen teilen und bekommst Orientierung, wie du das Neurozeptionstraining sinnvoll in deinen Alltag integrieren kannst.
Gibt es eine Community?
A: Zwischen den Live-Calls gibt es eine WhatsApp-Community für Austausch und persönliche Erfahrung der Teilnehmer.
Wie lange stehen mir die Onlinemodule zur Verfügung?
A: max. 24 Monate
Gibt es eine Teilnehmerbegrenzung?
Präsenzplätze sind auf 20 Stück begrenzt. Sichere dir früh deinen Platz!

Larissa Grassmann
Trainerin
zertifizierte Physiotherapeutin und Faszienspezialistin in eigener Praxis; Begründerin des Polyvagalen Embodiment-Trainings; Seminarleiterin für Polyvagaltechniken in der Physiotherapie. Co-Autorin der Polyvagalen Hausapotheke.

Herbert Grassmann
Trainer
ist Körperpsychotherapeut mit langjähriger klinischer Erfahrung. Er lehrt unter anderem an den Universitäten in Istanbul und Johannesburg. Gemeinsam mit Stephen Porges gab er das Buch Somatic-Oriented Therapies – Embodiment, Trauma, Polyvagal Perspectives heraus. Außerdem ist er Co-Autor der Polyvagalen Hausapotheke.
